Keachs Katechismus 1693
1. Wer ist das erste und höchste Wesen?
Gott ist das erste und höchste Wesen.
*Jesaja 44,6; (Jesaja 48,12); Psalm 8,2; *Psalm 97,9.
2. Sollte jeder glauben, dass es Gott gibt?
Jeder sollte glauben, dass es Gott gibt, und wer es nicht tut, dem ist es seine große Sünde und Torheit.
*Hebräer 11,6; *Psalm 14,1.
*Was ist das höchste Ziel des Menschen?
Das höchste Ziel des Menschen ist es, Gott zu verherrlichen und sich für immer an ihm zu erfreuen.
- Korinther 10,31; Psalm 73,25–26.
3. Woher wissen wir, dass es Gott gibt?
Das Licht der Natur im Menschen und die Werke Gottes verkünden deutlich, dass es Gott gibt, doch allein sein Wort und Geist tun es völlig und wirksam den Sündern zum Heil.
*Römer 1,18–20; *Psalm 19,2–4; (Apostelgeschichte 17,24); *1.Korinther 2,9–10;
*2.Timotheus 3,15–16; 1.Korinther 1,21–24.
4. Was ist das Wort Gottes?
Die Heiligen Schriften des Alten und Neuen Testaments sind das Wort Gottes und die einzig sichere Richtlinie für Glauben und Glaubensgehorsam.
2.Petrus 1,21; *2.Timotheus 3,16–17; (Epheser 2,20); Jesaja 8,20.
*Woher wissen wir, dass die Bibel Gottes Wort ist?
Die Bibel erweist sich als Gottes Wort durch die Erhabenheit ihrer Lehre, die Einheit ihrer Teile und die Macht ihrer Wirkung, Sünder zu bekehren und Heilige zu erbauen. Doch allein der Geist Gottes, der mit und durch die Schrift Zeugnis ablegt in unseren Herzen, vermag uns völlig zu überzeugen, dass die Bibel Gottes Wort ist.
1.Korinther 2,6–7.13; Psalm 119,18.129; Apostelgeschichte 10,43; 26,22; 18,28; Hebräer 4,12; Psalm 19,7–9; Römer 15,4; Johannes 16,13–14; 1.Johannes 2,20–27; 2.Korinther 3,14–17.
5. Dürfen alle Menschen die Heiligen Schriften nutzen?
Allen Menschen ist es nicht nur gestattet, sondern verordnet und geboten, die Heiligen Schriften zu lesen, zu hören und zu verstehen.
*Johannes 5,39; Lukas 16,29; (Johannes 17,17–18); (Offenbarung 1,3); *Apostelgeschichte 8,28–30; Apostelgeschichte 17,11.
6. Welche Dinge sind vorrangig in den Heiligen Schriften enthalten?
Die Heiligen Schriften enthalten vorrangig, was der Mensch von Gott glauben soll und welche P^lichten Gott vom Menschen fordert.
(2.Timotheus 1,13); *2.Timotheus 3,16–17; Johannes 20,31; Apostelgeschichte 24,14;
- Korinther 10,11; Prediger 12,13.
7. Was ist Gott?
Gott ist Geist, unendlich, ewig und unveränderlich in seinem Sein, in Weisheit, Kraft, Heiligkeit, Gerechtigkeit, Güte und Wahrheit.
*Johannes 4,24; (Hiob 11,7–9); *Psalm 90,2; *Jakobus 1,17; (2.Mose 3,14); *Psalm 147,5;
*Offenbarung 4,8; (Offenbarung 15,4); Psalm 89,15; *2.Mose 34,6–7; 1.Timotheus 1,17.
8. Gibt es mehr als einen Gott?
Es gibt nur einen, den lebendigen und wahren Gott.
*5.Mose 6,4; *Jeremia 10,10.
9. Wie viele Personen sind in der Gottheit?
Es sind drei Personen in der Gottheit, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist; und diese drei sind ein Gott, derselbe in Substanz, gleich in Kraft und Herrlichkeit.
- Korinther 8,6; Johannes 10,30; 14,9; Apostelgeschichte 5,3–4; (1.Johannes 5,7); Matthäus 28,19; 2.Korinther 13,14.
10. Was sind die Ratschlüsse Gottes?
Die Ratschlüsse Gottes sind seine ewige Absicht entsprechend dem Rat seines Willens, wodurch er zu seiner eigenen Ehre vorherbestimmt hat, was auch immer passieren soll.
(Epheser 1,4); *Epheser 1,11; (Römer 9,22–23); Römer 11,36; Daniel 4,35; (Jesaja 46,10); (Klagelieder 3,37).
11. Wie führt Gott seine Ratschlüsse aus?
Gott führt seine Ratschlüsse aus durch die Werke der Schöpfung und Vorsehung.
- Mose 1,1; Offenbarung 4,11; Matthäus 6,26; Apostelgeschichte 14,17.
12. Was ist das Werk der Schöpfung?
Das Werk der Schöpfung ist Gottes Erschaffung aller Dinge aus dem Nichts, durch das Wort seiner Kraft in der Zeitspanne von sechs Tagen, und alles sehr gut.
*1.Mose 1,1; *Hebräer 11,3; 2.Mose 20,11; 1.Mose 1,31.
13. Wie schuf Gott den Menschen?
Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, nach seinem Ebenbild in Erkenntnis, Gerechtigkeit und Heiligkeit, mit Herrschaft über die Geschöpfe.
*1.Mose 1,26–28; *Kolosser 3,10; *Epheser 4,24; 1.Mose 1,28.
14. Was sind Gottes Werke der Vorsehung?
Gottes Werke der Vorsehung sind sein höchst heiliges, weises und mächtiges Bewahren und Beherrschen aller seiner Geschöpfe und aller ihrer Handlungen.
(Psalm 145,17); Nehemia 9,6; (Jesaja 28,29); (Psalm 104,24); Kolosser 1,17; *Hebräer 1,3;
*Psalm 103,19; *Matthäus 10,29–30–31.
15. Welches spezielle Werk der Vorsehung wirkte Gott gegenüber dem Menschen im Stand, worin er geschaffen war?
Als Gott den Menschen schuf, trat er in einen Bund der Werke4 mit ihm, unter der Bedingung des perfekten Gehorsams, indem er ihm verbot, vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen, mit der Androhung des Todes.
*Galater 3,12; *1.Mose 2,17; Römer 5,12.
- Blieben unsere ersten Eltern in dem Stand, worin sie geschaffen waren? Unsere ersten Eltern, der Freiheit ihres Willens überlassen, ^ielen aus dem Stand, worin sie geschaffen waren, indem sie gegen Gott sündigten.
*1.Mose 3,6–8; (1.Mose 3,13); *Prediger 7,29; Römer 5,12.
17. Was ist Sünde?
Sünde ist jede fehlende Ubbereinstimmung mit oder Ubbertretung des Gesetzes Gottes.
*1.Johannes 3,4; Römer 5,13; 14,23; 1.Petrus 1,16; Matthäus 5,48; 1.Korinther 10,31.
18. Was war die Sünde, durch die unsere ersten Eltern aus dem Stand Uielen, in dem sie geschaffen waren?
Die Sünde, durch die unsere ersten Eltern aus dem Stand ^ielen, in dem sie geschaffen waren, war ihr Essen von der verbotenen Frucht.
*1.Mose 3,6; *3,12–13; (1.Mose 3,16–17).
19. Fiel die ganze Menschheit in Adams erster Übertretung?
Da der mit Adam geschlossene Bund nicht nur für ihn selbst, sondern auch für seine Nachkommenschaft war, hat die ganze Menschheit, die durch natürliche Fortp^lanzung von ihm abstammt, in ihm gesündigt und ist mit ihm in seiner ersten Ubbertretung gefallen.
*1.Mose 2,16–17; *Römer 5,12; Römer 5,18–19; *1.Korinther 15,21–22.
20. In welchen Stand brachte der Fall die Menschheit?
Der Fall brachte die Menschheit in einen Stand der Sünde und des Elends.
Psalm 51,7; (Römer 5,12); Römer 5,18–19; Jesaja 53,6; 64,6; Johannes 3,6–7; Epheser 2,1–3; 1.Korinther 2,14.
- Worin besteht die Sündhaftigkeit des Standes, in welchen der Mensch Uiel? Die Sündhaftigkeit des Standes, in welchen der Mensch ^iel, besteht in der Schuld der ersten Sünde Adams, im Mangel an ursprünglicher Gerechtigkeit und in der Verdorbenheit seiner ganzen Natur, was gewöhnlich Erbsünde genannt wird, zusammen mit allen tatsächlichen Ubbertretungen, die aus ihr folgen.
*Matthäus 15,19; *Römer 5,12–21; Römer 3,10; *Epheser 2,1–3; (Jakobus 1,14–15); Jesaja, 53,6; Psalm 51,7.
22. Was ist das Elend des Standes, in welchen der Mensch Uiel?
Die ganze Menschheit verlor durch ihren Fall die Gemeinschaft mit Gott, steht unter seinem Zorn und Fluch und unterliegt somit all dem Elend dieses Lebens, dem Tod selbst und den Schmerzen der Hölle für immer.
*1.Mose 3,8; (1.Mose 3,10); *1.Mose 3,24; *Epheser 2,2–3; *Galater 3,10; (Klagelieder 3,39); *Römer 6,23; *Matthäus 25,41–46; Psalm 9,18.
23. Hat Gott die ganze Menschheit zugrunde gehen lassen in diesem Stand der Sünde und des Elends?
Gott, der allein aus seinem guten Wohlgefallen heraus von Ewigkeit her einige zum ewigen Leben erwählt hat, trat mit ihnen in einen Bund der Gnade, um sie aus dem Stand der Sünde und des Elends zu retten und um sie in den Stand des Heils zu bringen durch einen Erlöser.
*Epheser 1,3–5; 2.Thessalonicher 2,13; (Römer 3,20–22); (Galater 3,21–22); Römer 5,21; 8,29–30; 9,11–12; 11,5–7; Apostelgeschichte 13,8; Jeremia 31,33.
24. Wer ist der Erlöser der Erwählten Gottes?
Der einzige Erlöser der Erwählten Gottes ist der Herr Jesus Christus, der als ewiger Sohn Gottes Mensch wurde und so in zwei unvermischten Naturen in einer Person vereint, Gott und Mensch war und für immer bleibt.
Galater 3,13; *1.Timotheus 2,5–6; *Johannes 1,14; (Galater 4,4); 1.Timotheus 3,16;
*Römer 9,5; (Lukas 1,35); *Kolosser 2,9; (Hebräer 7,24–25).
25. Wie wurde Christus, der Sohn Gottes, Mensch?
Christus, der Sohn Gottes, wurde Mensch, indem er einen wahren Leib und eine vernünftige Seele annahm, empfangen durch die Kraft des Heiligen Geistes im Leib der Jungfrau Maria, von ihr geboren, jedoch ohne Sünde.
*Hebräer 2,14; (Hebräer 2,17; 10,5); *Matthäus 26,38; Lukas 2,52; Johannes 12,27; 1,14; (Lukas 1,27); *Lukas 1,31; *1,34–35; (Lukas 1,42); (Galater 4,4); Kolosser 2,9; *Hebräer 4,15; *7,26.
26. Welche Ämter führt Christus als Erlöser aus?
Christus als Erlöser führt die Abmter eines Propheten, Priesters und Königs aus, sowohl im Stand seiner Erniedrigung als auch seiner Erhöhung.
*Apostelgeschichte 3,22; (Hebräer 12,25); (2.Korinther 13,3); *Hebräer 5,5–7; (Hebräer 7,25); *Psalm 2,6; (Jesaja 9,6–7); (Matthäus 21,5); (Psalm 2,8–11).
27. Wie übt Christus das Amt eines Propheten aus?
Christus führt das Amt eines Propheten aus, indem er uns durch sein Wort und durch seinen Geist den Willen Gottes für unser Heil offenbart.
*Johannes 1,18; *1.Petrus 1,10–12; Johannes 14,26; *Johannes 15,15; *20,31.
28. Wie übt Christus das Amt eines Priesters aus?
Christus übt das Amt eines Priesters aus, indem er sich einmal als ein Schlachtopfer hingab, um der göttlichen Gerechtigkeit Genugtuung zu leisten und um uns mit Gott zu versöhnen, und indem er fortdauernd für uns eintritt.
- Petrus 2,24; (Hebräer 9,14); *Hebräer 9,28; Epheser 5,2; *Hebräer 2,17; *7,24–25; Römer 8,34.
29. Wie übt Christus das Amt eines Königs aus?
Christus übt das Amt eines Königs aus, indem er uns sich selbst unterwirft, uns regiert und verteidigt und all seinen und unseren Feinden widersteht und überwindet.
Psalm 110,3; (Apostelgeschichte 15,14–16); Matthäus 2,6; (Jesaja 33,22); Lukas 1,32–33;
(Jesaja 32,1–2); *1.Korinther 15,25; (Psalm 110).
30. Worin bestand die Erniedrigung Christi?
Christi Erniedrigung bestand darin, geboren zu werden, und dies in einer niedrigen Stellung, unter dem Gesetz getan, das Elend des Lebens, den Zorn Gottes und des Todes eines Ver^luchten am Kreuz zu ertragen, begraben zu werden und für eine Zeit unter der Macht des Todes zu bleiben.
*Lukas 2,7; *Galater 4,4; (Hebräer 12,2–3); *Jesaja 53,2–3; *Lukas 22,44; *Matthäus 27,46;
*Philipper 2,8; *1.Korinther 15,3–4; *Apostelgeschichte 2,24–27; *Matthäus 12,40; Markus 15,45–46.
31. Worin besteht Christi Erhöhung?
Christi Erhöhung besteht im Auferstehen aus den Toten am dritten Tag, im Auffahren in den Himmel und im Sitzen zur Rechten Gottes des Vaters, sowie im Wiederkommen, um am letzten Tag die Welt zu richten.
*1.Korinther 15,4; *Markus 16,19; *Epheser 1,20; *Apostelgeschichte 1,11; *17,31.
32. Wie werden wir zu Teilhaber der von Christus erkauften Erlösung?
Wir werden zu Teilhaber der von Christus erkauften Erlösung, indem der Heilige Geist sie wirksam in uns anwendet.
(Johannes 1,11–12); Johannes 3,5–6; *Titus 3,5–6.
33. Wie wendet der Geist die durch Christus erworbene Erlösung auf uns an?
Der Geist wendet die durch Christus erworbene Erlösung auf uns an, indem er Glauben in uns wirkt und uns dadurch in unserer wirksamen Berufung mit Christus vereint.
- Johannes 5,1; Philipper 1,29; (Epheser 1,13–14); (Johannes 6,37–39); *Epheser 2,8;
*3,17; *1.Korinther 1,9; Apostelgeschichte 16,14; 18,27; Johannes 3,8; 6,64–65.
34. Was ist wirksame Berufung?
Wirksame Berufung ist Gottes Geistes Werk, der von Sünde und Elend uns überführt, den Sinn in Christi Erkenntnis erleuchtet und den Willen erneuert, sodass wir überzeugt und befähigt sind, uns Jesus Christus hinzugeben, wie er frei im Evangelium geboten wird.
*2.Timotheus 1,9; (2.Thessalonicher 2,13–14); Johannes 16,8–11; *Apostelgeschichte 2,37; *26,18; *Hesekiel 36,26–27; *Johannes 6,44–45; Römer 8,30; 1.Korinther 1,24;
(Philipper 2,13); 1.Korinther 12,3.
- Welche Wohltaten werden den wirksam Berufenen in diesem Leben zuteil? Die wirksam Berufenen empfangen in diesem Leben Rechtfertigung, Adoption und Heiligung sowie die sämtlichen Wohltaten dieses Lebens, die mit ihnen einhergehen oder ihnen folgen.
*Römer 8,30; Galater 3,26; 1.Korinther 6,11; Römer 8,31–32; *Epheser 1,5; *1.Korinther 1,30.
36. Was ist Rechtfertigung?
Rechtfertigung ist ein Akt der freien Gnade Gottes, in der er all unsere Sünden vergibt und uns als Gerecht vor ihm annimmt, allein durch Christi Gerechtigkeit, die uns zugeschrieben und durch Glauben allein empfangen wird.
*Römer 3,24–25; (Römer 4,6–8); Epheser 1,7; (2.Korinther 5,19); *2.Korinther 5,21;
*Römer 5,17–19; *Galater 2,16; *Philipper 3,9.
37. Was ist Adoption?
Adoption ist ein Akt der freien Gnade Gottes, in der wir zugezählt werden zu der Zahl der Söhne Gottes und an all ihren Vorzügen Anrecht erhalten.
*1.Johannes 3,1; *Johannes 1,12; *Römer 8,14–16–17.
38. Was ist Heiligung?
Die Heiligung ist das Werk der freien Gnade Gottes, in der wir im ganzen Menschen erneuert werden nach dem Ebenbild Gottes und befähigt werden, zunehmend der Sünde zu sterben und der Gerechtigkeit zu leben.
*2.Thessalonicher 2,13; *Epheser 4,23–24; (Römer 6,4.6); Römer 6,11; (Römer 8,1).
39. Was sind die Wohltaten dieses Lebens, die mit Rechtfertigung, Adoption und Heiligung einhergehen oder ihnen folgen?
Die Wohltaten dieses Lebens, die mit Rechtfertigung, Adoption und Heiligung einhergehen oder ihnen folgen, sind Gewissheit der Liebe Gottes, Frieden des Gewissens, Freude im Heiligen Geist, Wachstum in der Gnade und Beharrlichkeit darin bis ans Ende.
*Römer 5,1–5; (Römer 5,17); Römer 14,17; *Sprüche 4,18; *1.Johannes 5,13; *1.Petrus 1,5; 1.Korinther 1,9; Johannes 15,7.
40. Welche Wohltaten empfangen Gläubige von Christus im Tod?
Die Seelen der Gläubigen werden im Tod in Heiligkeit vollendet und gehen sofort in die Herrlichkeit ein, und ihre Leiber, weiterhin mit Christus vereint, ruhen bis zur Auferstehung im Grab.
*Hebräer 12,23; (2.Korinther 5,1.6); *2.Korinther 5,8; *Philipper 1,23; *Lukas 23,43;
*1.Thessalonicher 4,14; *Jesaja 57,2; *Hiob 19,26–27.
- Welche Wohltaten empfangen Gläubige von Christus bei der Auferstehung? Gläubige bei der Auferstehung, auferweckt in Herrlichkeit, werden öffentlich anerkannt, am Tag des Gerichts freigesprochen und vollkommen glückselig gemacht in Seele und Leib im Erfreuen an Gott für alle Ewigkeit.
Philipper 3,20–21; *1.Korinther 15,42–43; (Matthäus 25,23); *Matthäus 10,32;
*1.Johannes 3,2; *1.Korinther 13,12; *1.Thessalonicher 4,17–18.
42. Aber was soll den Gottlosen im Tod geschehen?
Die Seelen der Gottlosen sollen im Tod in den Qualen der Hölle geworfen werden, und ihre Leiber in ihren Gräbern belassen werden bis zur Auferstehung und zum Gericht des großen Tages.
*Lukas 16,22–24; (Apostelgeschichte 2,24); (Judas 5.7); (1.Petrus 3,19); *Psalm 49,15; Daniel 12,2; Johannes 5,29; Offenbarung 20,11–15.
43. Was soll den Gottlosen am Tag des Gerichts geschehen?
Am Tag des Gerichts werden die Leiber der Gottlosen auferweckt aus ihren Gräbern und vereint mit ihren Seelen verurteilt, zu unsäglichen, ewigen Qualen mit dem Teufel und seinen Engeln.
Daniel 12,2; *Johannes 5,28–29; *Matthäus 25,41; *2.Thessalonicher 1,8–9; Offenbarung
20,14–15.
44. Was ist die PUlicht, die Gott vom Menschen fordert?
Die P^licht, die Gott vom Menschen fordert, ist Gehorsam gegenüber seinem offenbarten Willen.
*Micha 6,8; (1.Samuel 15,22); Prediger 12,13; Psalm 119,4; Lukas 10,26–28; Galater 5,6;
- Thessalonicher 1,3; 2.Thessalonicher 2,11; Römer 1,5; 16,26; 15,18.
45. Was hat Gott dem Menschen zuerst offenbart, als Richtlinie seines Gehorsams?
Als Richtlinie seines Gehorsams offenbarte Gott dem Menschen zuerst das Moralgesetz.
*Römer 2,14–15; Römer 5,13–14; (Römer 10,5).
46. Worin ist das Moralgesetz zusammengefasst?
Das Moralgesetz ist in den Zehn Geboten zusammengefasst.
*5.Mose 10,4; *Matthäus 19,17; Hebräer 3,18–19; 4,2; 2.Mose 34,28; Römer 9,32.
47. Was ist die Summe der Zehn Gebote?
Die Summe der Zehn Gebote ist es, den Herrn, unseren Gott, zu lieben, mit all unserem Herzen, mit all unserer Seele, mit all unserer Kraft und mit all unserem Verstand, und unseren Nächsten, wie uns selbst.
*Matthäus 22,36–40; Markus 12,28–33.
48. Wie lautet das Vorwort der Zehn Gebote?
Das Vorwort der Zehn Gebote lautet, Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe.
*2.Mose 20,2
49. Was lehrt uns das Vorwort der Zehn Gebote?
Das Vorwort der Zehn Gebote lehrt uns, dass, weil Gott der Herr ist sowie unser Gott und Erlöser, wir verp^lichtet sind, all seine Gebote zu halten.
5.Mose 11,1; (Lukas 1,74–75); (1.Petrus 1,15–19); 5.Mose 10,13.16; 30,6.
50. Wie lautet das erste Gebot?
Das erste Gebot lautet, Du sollst keine anderen Götter vor mir5 haben!
*2.Mose 20,3.
51. Was wird im ersten Gebot gefordert?
Das erste Gebot fordert, dass wir Gott kennen und anerkennen als den allein wahren Gott und als unseren Gott und ihn dementsprechend anbeten und verherrlichen.
Josua 24,15; *1.Chronik 28,9; *5.Mose 26,17; *Matthäus 4,10; *Psalm 29,2.
52. Was ist im ersten Gebot verboten?
Das erste Gebot verbietet das Verleugnen oder Nicht-Anbeten und Verherrlichen des einzig wahren Gottes als Gott und unseren Gott; sowie das Darreichen dieser Anbetung und Verherrlichung irgend einem anderen, welche ihm allein gebührt.
Josua 24,27; *Psalm 14,1; *Römer 1,20–21; (Psalm 81,11–12); *Römer 1,25–26.
53. Was genau lehrt uns der Ausdruck vor mir6 im ersten Gebot?
Der Ausdruck vor mir im ersten Gebot lehrt uns, dass Gott, der alle Dinge sieht, jene Sünde zur Kenntnis nimmt und sie äußerst verabscheut, irgend einen anderen Gott zu haben.
5.Mose 30,17–18; Psalm 44,21–22; 90,8; (2.Mose 8,5–32).
54. Wie lautet das zweite Gebot?
Das zweite Gebot lautet, Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
*2.Mose 20,4–6
55. Was wird im zweiten Gebot gefordert?
Das zweite Gebot fordert das reine und vollständige Annehmen, Beachten und Halten aller religiösen Anbetung und Anordnungen, die Gott in seinem Wort eingesetzt hat.
*5.Mose 32,46; Matthäus 28,20; 5.Mose 12,32; (Matthäus 23,20); (Apostelgeschichte 2,42).
56. Was ist im zweiten Gebot verboten?
Das zweite Gebot verbietet die Anbetung Gottes durch Bildnisse sowie jede andere Weise, die sein Wort nicht anordnet.
Römer 1,22–23; *5.Mose 4,15–16; (2.Mose 32,5.8); Matthäus 15,9; Kolosser 2,18; 3,17;
- Korinther 10,31; (5.Mose 12,31–32).
57. Was ist die Begründung für das zweite Gebot?
Die Begründung für das zweite Gebot ist Gottes Souveränität über uns, sein Anspruch an uns und seinen Eifer für seine eigene Anbetung.
2.Mose 20,4–6; (Psalm 45,3–4.7); *Psalm 45,12; *2.Mose 34,13–14; 1.Korinther 10,22.
58. Wie lautet das dritte Gebot?
Das dritte Gebot lautet, Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
*2.Mose 20,7
59. Was wird im dritten Gebot gefordert?
Das dritte Gebot fordert den heiligen und ehrfürchtigen Gebrauch von Gottes Namen, Titeln, Eigenschaften, Anordnungen, Wort und Werken.
Psalm 29,2; 5.Mose 32,1–4; *Matthäus 6,9; *5.Mose 28,58–59; Psalm 111,9; Prediger 5,1; (Psalm 68,5); Psalm 138,2; *Offenbarung 15,3–4; (Maleachi 1,11.14); Offenbarung 4,8;
(Psalm 136,1–2); *Hiob 36,24.
60. Was ist im dritten Gebot verboten?
Das dritte Gebot verbietet jedes Entweihen oder Missbrauchen all dessen, wodurch Gott sich selbst offenbart.
2.Mose 20,7; *Maleachi 1,6–7; (Maleachi 1,12; 2,2; 3,14); 3.Mose 20,3; 19,12; Matthäus 5,34–37; Jesaja 52,5.
61. Was ist die Begründung für das dritte Gebot?
Die Begründung für das dritte Gebot ist, dass wenn Ubbertreter dieses Gebotes auch menschlicher Strafe entkommen mögen, der Herr, unser Gott, nicht zulassen wird, dass sie seinem gerechten Gericht entkommen.
2.Mose 20,7; (1.Samuel 2,12.17.22.29; 3,13); *5.Mose 28,58–59; Maleachi 2,2.
62. Wie lautet das vierte Gebot?
Das vierte Gebot lautet, Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt.
*2.Mose 20,8–11.
63. Was wird im vierten Gebot gefordert?
Das vierte Gebot fordert, einen ganzen Tag von sieben dem Herrn heilig zu halten, dass er für ihn zum Sabbat sei.7
(2.Mose 20,8–11); 3.Mose 19,30; *5.Mose 5,12–14.
- Welchen der sieben Tage hat Gott zum wöchentlichen Sabbat bestimmt? Von der Schöpfung der Welt bis zur Auferstehung Christi bestimmte Gott den siebten Tag zum wöchentlichen Sabbat, und seit jeher den ersten Tag der Woche, welcher der christliche Sabbat ist.
(2.Mose 20,8–11); (5.Mose 5,12–14); 1.Mose 2,3; (Psalm 118,24); (Matthäus 28,1);
(Markus 2,27–28); *Johannes 20,19–20; (Johannes 20,26); Apostelgeschichte 20,7;
- Korinther 16,1–2; *Offenbarung 1,10; (Markus 16,2); (Lukas 24,1.30–36); (Johannes 20,1); (Apostelgeschichte 1,3; 2,1–2; 20,7); (1.Korinther 16,1–2).
65. Wie wird der Sabbat geheiligt?
Der Sabbat wird geheiligt durch ein heiliges Ruhen am ganzen Tag, auch von solchen weltlichen Beschäftigungen und Vergnügungen, die an anderen Tagen rechtmäßig sind; und durch das Verbringen der ganzen Zeit in der Ausübung öffentlicher und privater Anbetung Gottes; ausgenommen, was die Werke der Notwendigkeit und Barmherzigkeit fordern.
(2.Mose 20,8.10); 3.Mose 23,3; (2.Mose 16,25–28); (Nehemia 13,15–22); Jesaja 58,13–14;
(Lukas 4,16); (Apostelgeschichte 20,7); (Psalm 92,1); *Jesaja 66,23; *Matthäus 12,11–14;
Markus 2,27; Römer 14,5–6.
66. Was ist im vierten Gebot verboten?
Das vierte Gebot verbietet das Unterlassen oder nachlässige Ausüben geforderter P^lichten sowie das Entweihen des Tages durch Untätigkeit, sündige Tätigkeiten oder durch unnötige Gedanken, Worte oder Werke über weltliche Beschäftigungen und Vergnügungen.
*Hesekiel 22,26; (Apostelgeschichte 20,7.9); *Hesekiel 23,38; Jeremia 17,21; *Jeremia 17,24–27; Nehemia 13,15–17; (Jesaja 58,13); Markus 2,23–28; Römer 14,5–6.
67. Was ist die Begründung für das vierte Gebot?
Die Begründung für das vierte Gebot ist, dass Gott uns sechs Wochentage für unsere eigenen gesetzmäßigen Beschäftigungen gewährt, dass er den siebten zu seinem besonderen Eigentum erklärt, sein eigenes Vorbild, und sein Segnen des siebten Tages.
*2.Mose 20,9.11; 2.Mose 34,21; 31,16–17; 1.Mose 2,2–3.
68. Wie lautet das fünfte Gebot?
Das fünfte Gebot lautet, Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt!
*2.Mose 20,12.
69. Was wird im fünften Gebot gefordert?
Das fünfte Gebot fordert die Bewahrung der Ehre und das Ausüben der P^lichten, die jedermann in der jeweiligen Stellung und Beziehung gebührt, als Vorgesetzte, Untergebene oder Gleichgestellte.
3.Mose 19,32; 1.Petrus 2,17; Römer 13,1; *Epheser 5,21; (1.Petrus 2,17); Epheser 5,22; 6,1.5.9; Kolosser 3,19–22; 1.Thessalonicher 5,12; Hebräer 13,7.17; *Römer 12,10.
70. Was ist im fünften Gebot verboten?
Das fünfte Gebot verbietet das Missachten oder das Verletzen der Ehre und P^licht, die jedermann in der jeweiligen Stellung und Beziehung gebührt.
Sprüche 30,17; *Römer 13,7–8.
71. Was ist die Begründung für das fünfte Gebot?
Die Begründung für das fünfte Gebot ist die Verheißung eines langen Lebens und Wohlstandes (insofern es Gottes Ehre und ihrem eigenen Wohl dient) allen, die dieses Gebot halten.
2.Mose 20,20; (5.Mose 5,16); *Epheser 6,2–3; Sprüche 4,3–6; 6,20–22.
72. Wie lautet das sechste Gebot?
Das sechste Gebot lautet, Du sollst nicht töten!
*2.Mose 20,13
73. Was wird im sechsten Gebot gefordert?
Das sechste Gebot fordert alle gesetzmäßigen Bemühungen, das eigene Leben und das von anderen zu bewahren.
*Epheser 5,28–30; (1.Könige 18,4); Psalm 82,3–4; Sprüche 24,11–12; Apostelgeschichte 16,28.
74. Was ist im sechsten Gebot verboten?
Das sechste Gebot verbietet jede unrechtmäßige Wegnahme des eigenen Lebens oder des Lebens unseres Nächsten, sowie alles, was dahin tendiert.
- Mose 4,10–11; (Apostelgeschichte 16,28); *1.Mose 9,6; Matthäus 5,21–26.
75. Wie lautet das siebte Gebot?
Das siebte Gebot lautet, Du sollst nicht ehebrechen!
*2.Mose 20,14.
76. Was wird im siebten Gebot gefordert?
Das siebte Gebot fordert das Bewahren unserer eigenen Keuschheit und der unseres Nächsten, im Herzen, im Reden und im Verhalten.
- Korinther 6,18; *1.Korinther 7,2–3; (1.Korinther 7,5.34.36); (Kolosser 3,3–6);
- Timotheus 2,22; Matthäus 5,28; *1.Petrus 3,2.
77. Was ist im siebten Gebot verboten?
Das siebte Gebot verbietet alle unkeuschen Gedanken, Worte und Taten.
(Matthäus 15,19); *Matthäus 5,28–32; Hiob 31,1; *Epheser 5,3–4; Römer 13,13; Kolosser 4,6.
78. Wie lautet das achte Gebot?
Das achte Gebot lautet, Du sollst nicht stehlen!
2.Mose 20,15.
79. Was wird im achten Gebot gefordert?
Das achte Gebot fordert das gesetzmäßige Erwerben und Fördern des Wohlstandes, sowie des äußeren Besitzes von uns selbst und anderen.
(1.Mose 30,30); (1.Timotheus 5,8); Epheser 4,28; Sprüche 27,23; *3.Mose 25,35; 5.Mose 15,10; *5.Mose 22,1–4; (2.Mose 23,4–5); (1.Mose 47,14.20).
80. Was ist im achten Gebot verboten?
Das achte Gebot verbietet alles, was auch immer unseren eigenen Wohlstand oder den unseres Nächsten in ungerechter Weise hindert oder hindern könnte.
Maleachi 3,8; *1.Timotheus 5,8; *Sprüche 28,19; (Sprüche 21,17); *Sprüche 23,20–21;
*Epheser 4,28; Römer 13,7.
81. Wie lautet das neunte Gebot?
Das neunte Gebot lautet, Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten!
*2.Mose 20,16
82. Was wird im neunten Gebot gefordert?
Das neunte Gebot fordert das Aufrechterhalten und Fördern sowohl der Wahrheit zwischen Mensch und Mensch, als auch des guten Rufes von uns selbst und unseres Nächsten, besonders im Zeugnisgeben.
*Sacharja 8,16; Apostelgeschichte 25,10; Prediger 7,1; (Johannes 5,30)8; 3.Johannes 12;
*Sprüche 14,5.25.
83. Was ist im neunten Gebot verboten?
Das neunte Gebot verbietet alles, was der Wahrheit oder unserem guten Ruf oder dem unseres Nächsten schadet.
(1.Samuel 17,28); Epheser 4,25; (3.Mose 19,16); *Psalm 15,2–3; 2.Korinther 8,20–21.
84. Wie lautet das zehnte Gebot?
Das zehnte Gebot lautet, Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat!
*2.Mose 20,17
85. Was wird im zehnten Gebot gefordert?
Das zehnte Gebot fordert völlige Zufriedenheit mit unseren eigenen Umständen, mit einer rechten und wohlwollenden Haltung des Geistes gegenüber unserem Nächsten und all dem, was ihm gehört.
*Hebräer 13,5; *1.Timotheus 6,6; Römer 12,15; 1.Korinther 13,4–7; 3.Mose 19,18. (Hiob 31,29); (Römer 7,15); (1.Timotheus 1,5); (1.Korinther 8,4.7).
86. Was ist im zehnten Gebot verboten?
Das zehnte Gebot verbietet alle Unzufriedenheit mit unserem eigenen Stand, Neid oder Unmut gegenüber dem Gut unseres Nächsten und alle unangemessenen Gedanken und Emp^indungen gegenüber irgendetwas, das ihm gehört.
(1.Könige 21,4); (Esther 5,13); *1.Korinther 10,10; (Galater 5,26); Jakobus 5,9; *Galater 5,26; (Jakobus 3,14.16); Kolosser 3,5; (Römer 7,7–8; 13,9); (5.Mose 5,21).
87. Ist irgendein Mensch fähig, Gottes Gebote vollkommen zu halten?
Kein bloßer Mensch ist seit dem Fall fähig, die Gebote Gottes in diesem Leben vollkommen zu halten, sondern bricht sie täglich in Gedanken, Worten und Taten.
*Prediger 7,20; (1.Joh 1,8.10); (Galater 5,17); *1.Mose 6,5; *8,21; (Römer 3,9–21);
- Johannes 1,8; Jakobus 3,8; *Jakobus 3,2; (Jakobus 3,3–13); Römer 3,23; Römer 7,15; Philipper 3,12.
*Welchen Zweck hat nun das Gesetz seit dem Sündenfall?
Seit dem Sündenfall ist der Zweck des Gesetzes die Offenbarung der perfekten Gerechtigkeit Gottes, damit sein Volk seinen Willen für ihr Leben kennt und damit die Gottlosen von ihren Sünden überführt, gezügelt werden und zu Christus gebracht werden für das Heil.
Psalm 19,8–12; Römer 3,20; Römer 3,31; Römer 7,7; Römer 8,13; Römer 9,32; Römer 12,2; Titus 2,12–14; Galater 3,22; Galater 3,24; 1.Timotheus 1,8; Lukas 10,25–28.
- Sind alle Übertretungen des Gesetzes gleichermaßen abscheulich? Einige Sünden sind an sich und aufgrund gewisser Verschlimmerungen in den Augen Gottes abscheulicher als andere.
(Hesekiel 8,6); *Hesekiel 8,13; (Hesekiel 8,15); Johannes 19,11; *1.Johannes 5,16; (Psalm 78,17.32.56).
89. Was verdient jede Sünde?
Jede Sünde verdient Gottes Zorn und Fluch, sowohl in diesem Leben als auch im Kommenden.
*Epheser 5,6; *Galater 3,10; Sprüche 3,33; Psalm 11,6; (Klagelieder 3,39); (Matthäus 25,41); (Römer 6,23); Offenbarung 21,8.
90. Was fordert Gott von uns, um seinem Zorn und dem Fluch zu entgehen, der wegen Sünde auf uns liegt?
Um dem Zorn und dem Fluch Gottes zu entgehen, der wegen Sünde auf uns liegt, verlangt Gott von uns Glauben an Jesus Christus und Buße zum Leben, mit dem eifrigen Gebrauch aller äußeren Mittel, wodurch Gott uns die Wohltaten der Erlösung vermittelt.
*Apostelgeschichte 20,21; Apostelgeschichte 16,30–31; 17,30; (Sprüche 2,1–6; 8,33–36); (Jesaja 55,2–3).
91. Was ist Glaube an Jesus Christus?
Glaube an Jesus Christus ist eine rettende Gnade, in der wir ihn empfangen und für unser Heil allein in ihm ruhen, wie er uns im Evangelium geboten wird.
*Hebräer 10,39; *Johannes 1,12; (Jesaja 26,3–4); Johannes 6,35; *Philipper 3,9; *Galater 2,15–16; Galater 2,20; Matthäus 14,31.
92. Was ist Buße zum Leben?
Buße zum Leben ist eine rettende Gnade, in der ein Sünder, aus wahrem Begreifen seiner Sünde und im Erfassen der Barmherzigkeit Gottes in Christus, mit Trauer und im Hass auf seine Sünde, sich von ihr ab- und zu Gott hinwendet, mit festem Vorsatz und Bestreben nach neuem Gehorsam.
(Apostelgeschichte 11,28); *Apostelgeschichte 2,37–38; *Joel 2,12–13; (Jeremia 3,22);
*Jeremia 31,18–19; (Hesekiel 36,31); *2.Korinther 7,10–11; Römer 6,18.
93. Was sind die äußeren Mittel, durch die uns Christus die Wohltaten der Erlösung vermittelt?
Die äußeren Mittel, durch die uns Christus die Wohltaten der Erlösung vermittelt, sind seine Anordnungen, insbesondere das Wort, die Taufe, das Abendmahl und das Gebet, die alle zum Heil der Erwählten wirksam gemacht werden.
(Matthäus 28,19–20); Römer 10,17; Jakobus 1,8; 1.Korinther 3,5; Apostelgeschichte 14,1;
*Apostelgeschichte 2,41–42; (Apostelgeschichte 2,46–47).
94. Wie wird das Wort wirksam gemacht zum Heil?
Der Geist Gottes macht das Lesen, und insbesondere das Predigen, des Wortes zum wirksamen Mittel, um Sünder zu überführen und zu bekehren, und sie in Heiligkeit und Trost aufzubauen, durch Glauben zum Heil.
(Nehemia 8,8); (Apostelgeschichte 26,18); Psalm 119,11.18; *Psalm 19,8–9;
(Apostelgeschichte 20,32); 1.Thessalonicher 1,6; 1.Petrus 2,1–2; *Römer 1,15–16; (Römer 10,13–17; 15,4); (1.Korinther 14,24–25); (2.Timotheus 3,15–17).
95. Wie soll das Wort gelesen und gehört werden, damit es zum Heil wirksam wird?
Damit das Wort zum Heil wirksam wird, müssen wir mit Fleiß, Vorbereitung und Gebet darauf achten, es mit Glauben und Liebe empfangen, es in unseren Herzen au^bewahren und es in unserem Leben anwenden.
*Sprüche 8,34; *1.Petrus 2,1–2; 1.Timotheus 4,13; (Psalm 119,18); Hebräer 2,1.3;
*Hebräer 4,2; *2.Thessalonicher 2,10; Psalm 119,11; (Lukas 8,15); Jakobus 1,21; *Jakobus
1,25.
96. Wie werden die Taufe und das Abendmahl wirksame Mittel zum Heil?11
Die Taufe und das Abendmahl werden wirksame Mittel zum Heil, nicht durch eine Wirksamkeit in ihnen, oder in dem, der sie darreicht, sondern nur durch das Segnen Christi und durch das Wirken seines Geistes in denen, die sie durch Glauben empfangen.
*1.Petrus 3,21; (Matthäus 3,11); *1.Korinther 3,6–7; 1.Korinther 12,13; (Matthäus 28,19).
*Worin unterscheiden sich die Taufe und das Abendmahl von anderen Anordnungen Gottes?12
Die Taufe und das Abendmahl unterscheiden sich von anderen Anordnungen Gottes, da sie von Christus speziell eingesetzt wurden, um die Wohltaten des Neuen Bundes den Gläubigen darzustellen und anzuwenden, durch sichtbare und äußerliche Zeichen.
Matthäus 28,19; Apostelgeschichte 22,16; Matthäus 26,26–28; Römer 6,4.
97. Was ist die Taufe?
Die Taufe ist eine Anordnung des Neuen Testaments, eingesetzt von Jesus Christus, als Zeichen der Gemeinschaft des Getauften mit ihm in seinem Tod, seinem Begräbnis und seiner Auferstehung; von seinem Eingepfropftsein in ihn, von der Vergebung der Sünden und von der Hingabe seiner selbst zu Gott hin durch Jesus Christus um in der Neuheit des Lebens zu leben und zu wandeln.13
Matthäus 28,19; *Römer 6,3–5; *Kolosser 2,12; *Galater 3,27; (Markus 1,4);
(Apostelgeschichte 2,38; 22,16); (Römer 6,3–4).
98. Wem soll die Taufe gewährt werden?
Die Taufe soll all denen gewährt werden, die tatsächlich Buße zu Gott, Glauben an und Gehorsam gegenüber dem Herrn Jesus Christus bekennen, und niemandem sonst.
*Apostelgeschichte 2,38; *Matthäus 3,6; Markus 16,16; *Apostelgeschichte 8,12; *8,36–38; *10,47–48.
99. Sind die Säuglinge derer, die den Glauben bekennen, zu taufen?
Die Säuglinge derer, die den Glauben bekennen, sind nicht zu taufen, da weder Gebot noch Beispiel der Heiligen Schriften noch sichere Ableitung aus ihr das Taufen solcher gutheißt.
*2.Mose 23,13; *Sprüche 30,5–614; (Lukas 3,7–8); Kolosser 2,12; 1.Petrus 3,21; Galater 3,26–27.
100. Wie wird die Taufe rechtmäßig vollzogen?
Die Taufe wird rechtmäßig vollzogen durch das Ein- oder Untertauchen des ganzen Leibes in Wasser, im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes,15 gemäß Christi Anordnung und apostolischem Brauch, nicht durch Besprengen oder Ausgießen des Wassers, noch im Eintauchen einzelner Körperteile nach menschlicher Tradition.
*Matthäus 3,16; *Johannes 3,23; (Johannes 4,1–2); (Matthäus 28,19–20);
*Apostelgeschichte 8,38–39; (Römer 6,4); (Kolosser 2,12).
101. Welche PUlicht haben die rechtmäßig Getauften?
Die rechtmäßig Getauften haben die P^licht, sich selbst einer bestimmten16 und geordneten Gemeinde Jesu Christi hinzugeben, damit sie in allen Geboten und Anordnungen des Herrn untadelig wandeln.
Apostelgeschichte 2,46–47; (Apostelgeschichte 2,41–42; 5,13–14); *Apostelgeschichte 9,26; *1.Petrus 2,5; Hebräer 10,25; Römer 16,5; (Lukas 1,6).
*Was ist die sichtbare Gemeinde?
Die sichtbare Gemeinde ist die geordnete Gemeinschaft all derer, die den Glauben bekennen, in allen Zeiten und an jedem Ort, wo das Evangelium wahrhaft verkündet wird und die Anordnungen der Taufe und des Abendmahls rechtmäßig vollzogen werden.
Apostelgeschichte 2,42; Apostelgeschichte 20,7; Apostelgeschichte 7,38; Epheser 4,11–12.
*Was ist die unsichtbare Gemeinde?18
Die unsichtbare Gemeinde ist die Vollzahl aller Erwählten, die zu einer Einheit unter Christus, dem Haupt, versammelt waren, jetzt sind und noch sein werden.
Epheser 1,10; Epheser 1,22–23; Johannes 10,16; Johannes 11,52.
102. Was ist das Abendmahl?
Das Abendmahl ist eine Anordnung des Neuen Testaments, eingesetzt von Jesus Christus, wobei im Austeilen und Empfangen von Brot und Wein, entsprechend seiner Vorgabe, sein Tod dargestellt wird, und die würdigen Empfänger werden, nicht auf körperliche oder ^leischliche Weise, sondern durch Glauben, Teilhaber seines Leibes und Blutes, mit all seinen Wohltaten für ihre geistliche Nahrung und das Wachstum in der Gnade.
(Matthäus 26,26–28); 1.Korinther 11,23–26; 10,16.
(103. Wer sind die rechten Empfänger dieser Verordnung?)
Jene, die auf ihr persönliches Bekenntnis zum Glauben an Jesus Christus und auf ihrer Buße von toten Werken hin getauft worden sind.
Apostelgeschichte 2,41–42.
104. Was wird zum würdigen Empfangen des Abendmahls gefordert?
Zum würdigen Empfangen des Abendmahls wird von Teilnehmern gefordert, dass sie sich selbst prüfen, ob sie Kenntnis haben, den Leib des Herrn zu unterscheiden, ob Glauben, sich von ihm zu ernähren, ob Buße, Liebe und neuen Gehorsam, damit sie sich nicht, unwürdig kommend, sich selbst zum Gericht essen und trinken.
*1.Korinther 11,27–31; *2.Korinther 13,5; (1.Korinther 10,16–17); *1.Korinther 5,7–8;
(1.Korinther 11,28–29).
105. Was ist Gebet?
Gebet ist ein Darbringen unserer Wünsche vor Gott, durch die Hilfe des Heiligen Geistes, für Dinge, die seinem Willen entsprechen, im Namen Christi, im Glauben, mit Bekenntnis unserer Sünden, und dankbarer Anerkennung seiner Gnadenerweise.
(Psalm 62,9); (Römer 8,26); *1.Johannes 5,14; (Römer 8,27); (Johannes 16,23); (Matthäus 21,22); (Jakobus 1,6); 1.Johannes 1,9; (Psalm 32,5–6); (Daniel 9,4); *Philipper 4,6; Psalm 10,17; Psalm 145,19; Johannes 14,13–14.
106. Welche Richtlinie gab Gott als Anleitung für das Beten?
Als Anleitung für das Beten ist das ganze Wort Gottes nützlich, als besondere Richtlinie dient aber jenes Gebet, das Christus seinen Jüngern lehrte, gewöhnlich Vaterunser genannt.
(1.Johannes 5,14); *Matthäus 6,9–13; 2.Timotheus 3,16–17; (Lukas 11,2–4).
107. Was lehrt uns das Vorwort des Vaterunsers?
Das Vorwort des Vaterunsers, nämlich Unser Vater, der du bist im Himmel, lehrt uns, Gott mit aller heiligen Ehrfurcht und Zuversicht zu nahen, wie Kinder vor einem Vater, der fähig und bereit ist, uns zu helfen, und dass wir mit und für andere beten sollen.
*Matthäus 6,9; *Römer 8,15; *Lukas 11,13; (Jesaja 24,8); *Apostelgeschichte 12,5;
*1.Timotheus 2,1–3.
108. Wofür beten wir im ersten Anliegen?
Im ersten Anliegen, nämlich Geheiligt werde dein Name, beten wir, dass Gott uns und andere befähigt, in allem, worin er sich offenbart, ihn zu verherrlichen, und dass er alles zu seiner eigenen Ehre zusammenwirken lässt.
*Matthäus 6,9; *Psalm 67,2–4; (Psalm 83); *Römer 11,36; Offenbarung 4,11; 1.Korinther 10,31.
109. Wofür beten wir im zweiten Anliegen?
Im zweiten Anliegen, nämlich Dein Reich komme, beten wir für die Zerstörung des Reiches Satans, für den Fortschritt des Reiches der Gnade, dass wir selbst und andere hineingebracht und bewahrt werden, und für das rasche Kommen des Reiches der Herrlichkeit.
*Matthäus 6,10; *Psalm 68,2.19; *2.Thessalonicher 3,1; *Römer 10,1; (Offenbarung 12,10–11); (Johannes 17,19–20); Matthäus 9,37–38; *Offenbarung 22,20.
110. Wofür beten wir im dritten Anliegen?
Im dritten Anliegen, nämlich Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden, beten wir, dass Gott, in seiner Gnade, uns fähig und willig macht, seinen Willen zu kennen, ihn zu gehorchen und in allen Dingen uns ihm zu beugen, wie die Engel es auch im Himmel tun.
*Matthäus 6,10; (Psalm 67; 119,36); (2.Samuel 15,25); (Hiob 1,21); *Psalm 103,20–21; Psalm 25,4–5; Psalm 119,26.
111. Was beten wir im vierten Anliegen?
Im vierten Anliegen, nämlich Gib uns heute unser tägliches Brot, beten wir, aus Gottes freier Gabe heraus einen ausreichenden Anteil der guten Dinge dieses Lebens zu erhalten, und dass wir mit ihnen seinen Segen genießen.
*Matthäus 6,11; *Sprüche 30,8–9; (1.Mose 28,20); 1.Timotheus 6,6–8; *1.Timotheus 4,4–5.
112. Wofür beten wir im fünften Anliegen?
Im fünften Anliegen, nämlich Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern, beten wir, dass Gott großzügig um Christi willen all unsere Sünden vergibt, und dies bitten wir umso freimütiger, da wir in seiner Gnade befähigt sind, anderen von Herzen zu vergeben.
*Matthäus 6,12; *Psalm 51,3–5.9; (Psalm 51,11); (Daniel 9,17–19); (Lukas 11,4);
*Matthäus 18,35; Markus 11,25.
113. Wofür beten wir im sechsten Anliegen?
Im sechsten Anliegen, nämlich Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen, beten wir, dass Gott uns entweder vor der Versuchung zur Sünde bewahrt oder uns in Zeiten der Versuchung hilft und befreit.
*Matthäus 6,13; *Matthäus 26,41; Psalm 19,15; 1.Korinther 10,13; Johannes 17,15;
(2.Korinther 12,8).
114. Was lehrt uns der Schluss des Vaterunsers?
Der Schluss des Vaterunsers, nämlich Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen, lehrt uns, unsere Ermutigung zum Gebet in Gott zu suchen und ihn in unseren Gebeten zu preisen, ihm das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit zuzuschreiben. Und als Ausdruck unserer Sehnsucht und Gewissheit, gehört zu werden, sagen wir Amen.
*Matthäus 6,13; (Daniel 9,4.7–9.16–17); *Daniel 9,18–19; *1.Chronik 29,10–13;
*1.Korinther 14,16; Philipper 4,6; *Offenbarung 22,20.